04.07.2020, langsam lernen wir die Insel kennen

Wenn wir mal von dieser pottenhäßlichen Stadt Ponta Delgada absehen, ist Sao Miguel eine wunderschöne Insel! Sehr vielseitig, viele schöne Buchten und Strände, tolle Landschaften, und auch eine sehr gute Gastronomie. Wir haben schon entschieden, das nächste mal, wenn wir per Boot hierher kommen, laufen wir in Vila Franca ein. Das war früher sogar die Hauptstadt von Sao Miguel, bis es von einem Erdbeben weitgehend zerstört wurde. Aber immerhin ist es danach im traditionellen Stil wieder aufgebaut worden, und man fühlt sich wohl und wie auf den Azoren. Nicht wie in einem anonymen Beton-Labyrinth.
Wir haben hier einen portugiesischen, aber ins deutsche übersetzten Führer über Sao Miguel gekauft, und auch dort werden diese katastrophalen Fehlentscheidungen der Stadtväter angeprangert. Aber nun ist es halt zu spät.
Die Insel an sich verdient aber einen ausgedehnten Besuch, sie ist toll und reisst alles wieder raus!

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02.07.2020, Urlaub mit Herzdame

Meine Herzdame ist angekommen, und wir genießen die gemeinsame Zeit. Es ist zwar nicht uneingeschränkt Urlaub, weil wir täglich viele Stunden unterwegs sind, um die Recherchen für meinen Reiseführer zu beenden, aber wir machen das Beste daraus. Heute haben wir ein tolles Fischrestaurant in Ribeira Quente gefunden (oder ist das ein Widerspruch an sich, Fisch und toll?), und es wird seinen Weg in den Reiseführer finden. Alles kein Problem, das Problem ist Ponta Delgada.
Diese Stadt ist ja quasi das touristische Zentrum der Azoren. Und es gibt hier auch ein großes Angebot, also auch viel zu schreiben. Aber es ist vieles dermaßen häßlich hier, nicht nur die Uferpromenade. Wie kamen die Stadtherren nur darauf, die wunderschönen alten Gebäude abzureissen und den ganzen Uferbereich mit Betonklötzen der schlimmsten Sorte zuzupflastern? Und man kann keine 50m gehen, ohne von Pennern oder Bettlern belästigt zu werden. Wir geben armen Menschen immer gerne etwas ab, aber niemals, wenn wir aggressiv darum gebeten werden. Und angesichts der Anzahl kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass man vermutlich nicht genug Geld dabei hat. Genau wie wir niemals in ein Restaurant gehen, wo Leute davorstehen, die uns versuchen zu überreden.
Wie gehe ich damit in meinem Reiseführer um? Die Leser kommen ja womöglich irgendwann hierher und sehen dann, dass ich sie belogen habe, oder wenigstens ein wichtiges Stück der Realität weg gelassen.
Für mich ist Ponta Delgada der einzige Ort auf den Azoren, wo ich nicht tot über den Zaun hängen möchte. Aber da viele Menschen diesen Ort anscheinend trotzdem lieben, werde ich wohl die richtigen Worte finden müssen.

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29.06.2020, Ponta Delgada

Die Reise von Santa Maria hierher war eher unspektakulös, wenn man davon absieht, dass ich den 3er Wind fast genau auf die Nase hatte. Aber Forty8 hat das wie gewohnt souverän gemeistert, nur eine Wende, und der Wendewinkel lag bei unter 90 Grad. Da freut man sich als Segler. Trotzdem bin ich nach solchen kurzen Törns immer viel kaputter als nach langen.
Egal, jetzt beginnen die Recherchen hier!

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25.06.2020, Recherchen und Fotos für den Reiseführer

Wie der eine oder andere sicherlich schon vermutet hat, ist auch Santa Maria eine atemberaubend schöne Insel.
Ich habe seit heute einen Roller (50cc, ein Höllengerät), und war damit fleißig unterwegs. Die meisten Fotos und Infos, die ich noch brauche, habe ich jetzt. Morgen kommt noch der Norden der Insel dran, und am Samstag segele ich nach Ponta Delgada.
Dort kommt dann meine Herzdame an Bord. Und die Recherchen auf Sao Miguel machen wir dann per Auto, ist definitiv besser für den Rücken!

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23.06.2020, Santa Maria

Nun bin ich endlich mal wieder auf See! Der Diesel sprang sofort an, aber mit meinem kaputten Faltpropeller war es trotzdem sehr schwierig, aus dem Hafen zu kommen.
Der Törn nach Santa Maria war genial, Wale und Delfine, tolles Wetter, guter Wind, und teilweise ist Forty8 über Stunden hinweg mit 6-7 Knoten über den Atlantik gerast!
Auf Santa Maria wurde ich bereits erwartet, und es war auch problemlos möglich, meine 4,5 Tonnen schwere Schönheit kurz herauszuheben und einen neuen Propeller zu montieren.
Jetzt bin ich allerdings völlig fertig, das Bett ruft.
Aber morgen ist ja auch noch eine Woche!

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20.06.2020, erste Nacht im neuen Haus

Nun hat es mit der Einweihung des Hauses doch noch geklappt. Und es hat uns gut gefallen. Es ist warm, trocken, gemütlich und sehr geräumig. Und funktionell noch dazu.

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17.06.2020, Brot backen

Standardmäßig haben alle klassischen azoreanischen Häuser einen Brotbackofen. Er dient nicht zur zum Backen, sondern ist üblicherweise die einzige Heizung des Hauses.
Unsere beiden Ruinen hatten auch jeweils so ein Teil.
Wir haben sie aber abgerissen und sind auf moderne Technik umgestiegen.
Aber die meisten Menschen hier nutzen sie noch immer. Gestern war Brigitte an einer Brotback-Orgie unter Nutzung dieser antiken Technik beteiligt. Zusammen mit einigen unserer Freunde, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

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16.06.2020, ein Wort zu dem „Dicken“

Wenn früher jemand zu mir gesagt hätte „Mitsubishi“, dann hätte ich vermutlich geantwortet „Gesundheit!“.
Aber jetzt weiß ich mehr, und mein neues Auto erstaunt mich!
Es ist 20 Jahre alt und hat fast 300.000 km auf der Uhr, aber ich finde einfach keine Fehler. Das Ding läuft wie die wilde Wutz und alles, wirklich alles, funktioniert!
Am Wochenende musste es die alte Offroad-Strecke meistern, und auch das war kein Problem. Der Motor schnurrt wie eine Miesekatze, es ist total leise in dem Ding und auch Donuts sind ein Vergnügen in diesem Wagen, der nach einem längeren Blick unter den Wagenboden fast so solide konstruiert scheint wie der Unimog.
Langsam kommt in uns das Gefühl auf, dass wir womöglich tatsächlich endlich mal Glück hatten mit unseren Autos!

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14.06.2020, Regale sind auch schon gebaut

Nachdem ich das Regal für die Küche gebaut hatte, habe ich noch ein kleineres für den Wohnraum gemacht, für den Fernseher und das nötige Drumherum.
Diese beiden Regale werden nur mit Klarlack behandelt, damit die wundervollen Farben des Holzes erhalten bleiben.

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12.06.2020, Haus 2 fast fertig, 3 Baustellen

Ja, wir sind tatsächlich fast durch mit Haus 2. Eigentlich fehlen nur noch ein paar Zierleisten, und einige Details sind verbesserungswürdig, aber wir reden jetzt von Stunden, nicht von Monaten.
Heute haben wir ein Regal für die Küche gebaut und einen Teil der Zierleisten abgearbeitet.
Die nächste Baustelle ist ganz in unserer Nähe, es geht darum, für unseren Nachbarn, einen portugiesischen Filmemacher, sein Haus im inneren zu gestalten. Der Auftraggeber scheint bislang zufrieden zu sein, Folgeaufträge sind bereits angedroht worden.
Und natürlich muss Forty8 vorbereitet werden auf die Segelsaison, ich müßte ja eigentlich schon längst unterwegs sein, um die noch fehlenden Daten für meinen Reiseführer zu sammeln.
Auch das habe ich weitgehend geschafft, nur den Propellerwechsel noch nicht. Aber zur Not segle ich nach Santa Maria und lasse das Boot dort kranen. Befreundete Segler sagten mir, dass die Marina leer sei, also alles null Problemo!

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