21.02.2014, so bitte nicht!

Heute morgen lag eine sogenannte „Megayacht“ an der Pier. Der Name hieß übersetzt glaube ich „Eure Armut kotzt mich an“.
Als ich das zweite mal vorbeikam stand ein mittelgroßer Tank-LKW davor, das nächste mal ein schon sehr viel größerer. Gegen Mittag war der Tankvorgang immer noch nicht abgeschlossen. Ich hoffe, die Energieversorgung der Insel ist dennoch weiter gesichert. Mir würden jedenfalls eindeutig negativ geprägte Gedanken kommen, wenn wir Insulaner hier mit leeren Tanks im kalten sitzen müßten, nur um einem Mitglied der oberen Zehntausend zu ermöglichen, die nächsten paar 100.000 Liter zu verblasen.

Meinen nächsten Törn plane ich wie üblich so, dass nicht in katastrophaler Weise unsere Umwelt in Mitleidenschaft gezogen wird. Falls alles nach Plan laufen sollte, würde ich auf den knapp 2000km bis zu den Kanaren rund 3 Liter Diesel verbrauchen. Den Rest erledigt hoffentlich der Wind!

Aus Sicherheitsgründen werde ich aber trotzdem Diesel für rund 500km an Bord haben. Ich kann ja, wenn ich ihn nicht brauche, nach meiner Rückkehr den Tank des Landrovers (fast) damit befülen.

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3 Antworten zu 21.02.2014, so bitte nicht!

  1. Andreas sagt:

    Hallo Kollege ,
    seit dem Du weg bist schau ich alle 2 Tage bei deinem “ Blog“ vorbei , aber erst jetzt schreibe ich Dir , ich sollte mich schämen ! ! !
    Es ist alles sehr beneidenswert was Du Dir bereits erarbeitet hast , ich bin stolz auf Dich .
    Haus , Terasse , Unimog , Polsterung , ich kann gar nicht alles aufzählen , ich habe Dich in Deutschland zum “ Multitalent “ angemeldet …….grins………
    Mit dem “ abreiten“ des 2000 km Törns setzt Du Dir mindestens eine zweite Krone auf dein Haupt .
    Mach weiter so , ich bleibe ein Fan von Dir , Du bist mein Held ……….
    Lieben Gruß von deinem Boström Kollegen aus Orth ! ! !

    • lutzkolbe sagt:

      Ahoi Andreas,
      schön, von dir zu hören! Ich hoffe, es geht euch gut und ihr bereitet euch in Gedanken schon auf die neue Saison vor.
      Übrigens, vielen Dank für die Blumen. Das Schicksal meint es anscheinend gut mit mir, dass ich die Möglichkeit habe, eine Zukunft nach eigenen Vorstellungen aufzubauen.
      Aber für mich sind die anderen die Helden, die keine Chance zur Veränderung haben und ihr Leben lang in Sklaverei-ähnlicher Situation unter vollkommen unfähigen und charakterlosen Chefs ausharren müssen und sich jeden Tag mit der Faust in der Tasche zur Arbeit quälen.
      Was bei dir hoffentlich nicht der Fall ist.
      Jetzt erst mal viele liebe Grüße an dich und natürlich auch an Gabi und bis bald,
      Lutz

  2. Der Obermaat sagt:

    Hi Käptn,
    die 500 km beruhigen mich etwas.
    Aber: das Enterbeil ist schon geschärft,Friede den Seglern, Krieg den Spritverbrennern! (Frei nach Georg Büchner)

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