08.08.2015, endlich Holz


Die ganze Woche habe ich versucht, Holz für den Bau von Bücherregalen zu bekommen, aber alle Tischler hatten während der Semana do mar geschlossen. Aber heute, also Samstag, war der Holzwurm in Praia do Norte im Dienst.
Also sofort ein paar Bretter abgegriffen und im Anschluss die Bücherregale gebaut.
Vermutlich wird der eine oder andere von euch sofort erkennen, was da im Regal steht. Stimmt, ich habe eine größere Sammlung von Perry Rhodan und Atlan Büchern, so dass das Regal für diese Buchgröße maßgeschneidert wurde.
Bei dieser Gelegenheit kann ich ja auch mal über unsere Bestellung von Regalen bei der schönen Sägewerks-Chefin Silvia berichten. Wir hatten in Summe 5 Regale bei ihr bestellt, und natürlich hat sie alle Maße von mir bekommen und zur Sicherheit selbst noch mal nachgemessen.
Die Regale waren dann auch wirklich sehr schön, aber leider war nicht eins dabei, was den vorgegebenen Maßen entsprach.
Da Mann schönen Frauen nicht böse sein kann, haben wir halt einfach im Haus alles so lange hin und her gekramt, bis wir die Regale stellen konnten.
Und siehe da, wir haben eine Lösung gefunden, die uns wirklich zufrieden stellt.
Nichtsdestotrotz baue ich meine Regale ab sofort wieder selbst.

Ein Tag später:

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05.08.2015, unsere erste Regatta


Punkt 16 Uhr war der Startschuss, wir fuhren als letzte über die Startlinie, weil mich das Gewusel der Boote total nervös gemacht hat.

Dann auf See haben wir das Feld schön vor uns her gejagd. Macht aber gar nichts, da ich mein Getränk nicht aus der Hand zu geben brauchte.

Außerdem hatten wir einen Fotografen an Bord, der diese großartige Leistung für die Nachwelt dokumentiert hat.

Brigitte hat ihn aber natürlich ebenfalls fotografiert. Ich selbst hatte ja alle Hände voll zu tun, wie ihr gesehen habt.

Es war eine tolle Regatta, die wir trotz unseres gnadenlosen Einsatzes als letzte beendet haben. Zur Belohnung haben wir uns und unserer Crew danach erst mal einen Aguardente gegönnt! Morgen holen wir uns dann bei der Preisverleihung unsere silberne Zitrone ab.

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03.08.2015, Levada-Wanderung


Gestern drehte der Wind endlich mal wieder auf Nord, was uns gut gefiel, weil die Temperatur in den letzten Wochen bei fast 30 Grad lag, und nachts nicht viel kälter. Das wäre ja noch zu ertragen, aber verbunden mit 85% Luftfeuchtigkeit geht das eigentlich nicht mehr. Zum Teil haben wir nachts die Klimaanlagen angemacht, dann war alles schön. Erstaunlicherweise habe ich das Haus so perfekt isoliert, dass es unter dem Dach nur knapp 2 Grad wärmer ist als unten.
Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben die jetzt angenehmeren Temperaturen genutzt zu einer Levada-Wanderung. Auch der Weg dorthin war schon schön.

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14.07.2015, Good bye Deutschland


Tja, das wars dann wohl. Nach fast 40 Stunden auf den Beinen bin ich am Ziel.
Ab jetzt kann sich in Deutschland verarschen, ausbeuten und bestehlen lassen wer will, ich bin raus aus der Nummer.
Über weitere spannende Aktivitäten wird natürlich wie gewohnt an dieser Stelle berichtet!

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23.06.2015, bin wieder in Deutschland

Die Fahrt ist eigentlich sehr gut verlaufen, wiederum schöne Strecken, schöne Campingplätze, aber leider oft miserables Wetter.
Als ich am letzten Abend, bevor ich Deutschland erreichte, abends auf dem Campingplatz in den Wohnwagen kam, dachte ich: wieso ist das so hell hier???
Das Rätsel war schnell gelöst, ich hatte während der Fahrt offensichtlich die schöne, gelb getönte Dachluke verloren. Ich machte mir natürlich erst mal massive Sorgen, dass ich mit der doch recht schweren Dachluke womöglich eine Katastrophe ausgelöst haben könnte, so wie: Autofahrer von Dachluke erschlagen, in den Gegenverkehr gerast, Massenkarambolage, 344 Tote.
Glücklicherweise war ich meist allein auf Nebenstraßen unterwegs und außerdem selten schneller als 70 km/h, so dass mich im Falle eines Unfalls bestimmt jemand gestoppt hätte.
Na gut, Panzerband gekauft, Luke zugeklebt. Allerdings war der Wohnwagen zu dem Zeitpunkt bereits bei Ebay inseriert, und zwar nicht als Cabrio.
Also habe ich, als ich in der alten Heimat ankam, erst mal einen Baumarkt besucht und aus Plexiglas ein neues Dach gebaut, sogar zum hochstellen. Der Hochstellklapperatismus ist aber auf dem Foto noch nicht drauf.

Dann habe ich den Wohnwagen heute morgen zum TÜV gebracht. Als ich ihn abholen wollte, stand er ohne Plakette da, und ich dachte, Schei…….
Als ich ins Büro kam, sagte der Prüfer: An dem Wohnwagen muss noch was gemacht werden. Ich dachte wieder: Schei………
Dann grinste mich der Prüfer an und sagte: „Die Plakette aufkleben!“, worauf es mir dann schlagartig besser ging. Tatsächlich war der Wohnwagen völlig mängelfrei!
Jetzt wollen wir mal abwarten, wie die Auktion verläuft. Das Interesse ist auf jeden Fall riesig, ich hatte noch nie bei einem Verkauf dermaßen viele Beobachter.
Es ist aber auch wirklich ein bemerkenswerter kleiner Wohnwagen.

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16.06.2015, Zwischenbericht Rückreise


Am 14.6. bin ich planmäßig in Lissabon gelandet, um dann die öffentlichen Verkehrsmittel nach Vila Franca do Xiro zu nutzen, wo unser Gespann stand.
Das ging natürlich wieder schief, ich glaube aber sagen zu können, dass es nicht meine Schuld war. Die U-Bahn Station Flughafen hat kein Personal, nur Automaten. Neben dem Automaten befindet sich eine Grafik, in der 2 Zonen kenntlich gemacht sind. Lissabon Innenstadt und Lissabon Außenbezirke. Auf dem Automaten selbst konnte man 2 Preise anwählen. Da ich in einen Außenbezirk wollte, nahm ich natürlich das teurere Ticket.
Dann los zum Umsteigebahnhof Oriente. Dort anhand der Infotafeln und Displays herauszufinden, wann ich wo einsteigen muss, war mir als Akademiker nicht möglich. Offensichtlich ist hier alles auf Nobelpreisträger ausgelegt. Aber es gab Personal, dass mich ohne nachschlagen zu müssen zu Gleis 1 wies.
Auf dem Weg dorthin hielt ich spasseshalber mein Ticket vor einen der Entwerter, und dieser zeigte rot. Warum eigentlich? Ich hatte doch ein Ticket für die Außenbezirke gelöst, oder?
Ich dachte an eins meiner Lebens-Mottos (Ist ja eh alles scheißegal!) und stieg in den nächsten Zug, wohl wissend, dass wir auf unseren diversen Fahrten durch Lissabon nie einen Kontrolleur gesehen haben.
Dann, als ich gerade vertieft war in den an der Decke angeklebten Streckenplan, wurde ich plötzlich angesprochen von einem uniformierten Herrn, der mein Ticket sehen wollte. Ich machte natürlich spontan auf blöder Tourist, übergab mein Ticket und erfuhr, dass ich eine Wochenkarte für die Lissabonner Innenstadt gelöst hatte.
Glücklicherweise sind die Portugiesen außerordentlich nette Leute, nach einem kurzen, netten Gespräch musste ich nur 2,50€ für den Außenbezirk nachzahlen.
Unser Gespann fand ich in gutem Zustand vor. Am 15. dann morgens los nach Tordesillas, wo wir ja schon auf dem Hinweg waren. Diesmal war es aber nicht so schön, einerseits wegen 13 Grad und Regen, andererseits weil ohne Herzdame.
Egal, heute morgen um 06:45 Uhr wieder los, und jetzt bin ich in der Nähe von Biarritz. Das Wetter hier ist ebenfalls absolut besch…. Kälte, Regen, Sturm.
Morgen früh weiter, Kurs NO!

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13.06.2015, Alltag im Paradies


Gestern hat uns Silvia, die (sehr gut aussehende) Chefin des Sägewerks, das bestellte Holz geliefert, somit konnte ich tätig werden und im Container und auch im Badezimmer Regale bauen. Das macht mir tatsächlich auch sehr viel Spass.
Nebenbei wird natürlich auch gekocht

und gewaschen und gebügelt.

Die Katzen fühlen sich ebenfalls wohl.

Außerdem waren wir heute in Horta, um uns mit einer Crew zu treffen, die wir damals in der Karibik kennen gelernt haben und die jetzt ihren Weg nach Faial gefunden hat.
Sie scheinen sich genau wie wir sehr wohl hier zu fühlen.
Leider ist jetzt erst mal wieder eine Trennung angesagt, weil das Gespann verkauft werden soll, und das am Besten in Deutschland. Diesmal ist die Situation aber so, dass Brigitte in der neuen Heimat bleibt und ich abreise aufs Festland. Schmerzhaft wie immer, aber diesmal unter umgekehrten Vorzeichen. Ich freue mich für Brigitte und beeile mich, schnell wieder zurück zu kommen!

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08.06.2015, Horta


Gestern sind wir nach Horta gefahren, um das Stadtleben zu genießen, am Schiff zu arbeiten und auch dort zu übernachten.
Das Foto ist vor dem weltberühmten Peter Cafe Sport entstanden, wo wir bei der Gelegenheit immer gerne einen Gin Tonic trinken.
Die Arbeiten am Schiff waren erfolgreich, der Diesel schnurrt wieder und die Segel sind einsatzbereit. Auch die Windfahnensteuerung ist wieder montiert, wir könnten also jederzeit los.


Heute waren wir dann noch einkaufen, auf dem Foto sieht man einen der Supermärkte von Horta, wobei ich aber lieber draußen geblieben bin. Abgesehen davon, dass ich Einkaufen sowieso hasse, gibt es hier für mich noch ein weiteres Problem. Die Portugiesen lieben traditionell Fisch, und besonders Stockfisch. Und in jedem Supermarkt liegt in gewaltigen Mengen der Stockfisch herum und stinkt mit der regulären Fischtheke um die Wette in einer Weise, die in mir schlagartig Übelkeit hervorruft.
Brigitte geht aber sehr gerne einkaufen und stört sich auch nicht an diesem „Duft“, so dass wir uns auch hier hervorragend ergänzen.
Dann waren wir noch bei Silvia, der Sägewerksbesitzerin, und haben uns um Holz gekümmert, denn ich muss noch einige Regale bauen.

Hier noch ein Artikel, der gerade in der Schweiz aufgrund früherer Bootaktivitäten von mir entstanden und veröffentlicht worden ist:

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04.06.2015, Besuch am Strand


Heute sind wir spät aufgestanden, weil der gestrige Abend mit Freunden recht feucht-fröhlich war und wir daher ein leichtes Formtief hatten.
Dann, nach einem leckeren Frühstück, bin ich los, um endlich die Reifenprobleme am Land Rover zu lösen. Letztendlich blieb nur die Anschaffung von 2 neuen Reifen für Vorne, es ist halt doch nicht so gut, wenn die Reifen so porös sind, dass schon die Sonne reinscheint.
Wo ich schon dabei war: es gab etwas, was mich schon lange gestört hat, nämlich ein nachträglich eingebauter Schalter vor dem rechten Knie des Fahrers, mit dem die nachgerüsteten Zusatz-Fernscheinwerfer betätigt werden konnten. Ich finde es halt doch sehr viel praktischer, das Fernlicht mit dem Fernlichthebel einzuschalten. Also Relais einbauen, umverkabeln, blöden Schalter rausschmeißen, fertig.
Als nächstes fiel mir auf, dass der elektrische Zusatzlüfter am Kühler permanant lief, sogar beim kalten Auto. Man kommt da aber nicht dran, außer, man baut den Motor aus. Also im Sicherungskasten suchen, wunderbar, erste Sicherung oben links.
Allerdings wollte ich doch gerne den Lüfter bei Bedarf einschalten können.
Zufällig fand ich auf dem Fahrersitz einen Schalter, und vor dem rechten Knie eine Öffnung, wo der Schalter genau reinpasste. Wunderbar, 10 Minuten später war der Lüfter schaltbar.
Danach sind Brigitte und ich spazieren gefahren, weil sie sich allmählich an den Landy gewöhnen wollte. Unter anderem auch an unseren Lieblingsstrand. Das Wasser war schon recht warm, man kann sicherlich schon schwimmen gehen.


Ich war total stolz, dass ich die Reparatur des durchgegammelten Bereichs oberhalb der Windschutzscheibe dadurch unsichtbar gemacht habe, dass ich einen absolut identischen Farbton für die Lackierung gefunden und benutzt habe. Findet Brigitte aber gar nicht. Wahrscheinlich ist sie farbenblind.

Nachtrag: Soeben haben wir vom Wohnzimmer aus Wale gesehen. Dem Blas nach handelt es sich um Pottwale. Das ist wirklich ein tolles Erlebnis!

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01.06.2015, erster Tag

Heute morgen sind wir erst mal spazieren gegangen, dann nach Horta, um in Porto Pim zu Mittag zu essen, dann zum Schiff (in Ordnung, aber der Diesel sprang nicht an), dann einkaufen und dann wieder nach Hause.
Versuch, den platten Reifen beim Landy mit Reifenpilot zu flicken, was leider nicht geklappt hat, dann noch den Rasen mähen, dann noch verschiedene Reparaturen und dann Freund Helder empfangen, der sich in unserer Abwesenheit um alles gekümmert hat, ihn bekochen und gemeinsam einen schönen Abend verbringen.
Es war in der Tat ein sehr schöner Tag.
Erleichtert wurde alles durch das Auto von unseren Nachbarn und Freunden Natascha und Achim, die momentan leider nicht auf der Insel sind, die uns aber selbstlos ihren Wagen benutzen lassen, der keinen Plattfuß hat.
Das Miteinander hier ist einfach großartig!

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