31.05.2015, wir sind in unserem Paradies angekommen!

Wie man sieht, haben wir es geschafft. Man könnte auch sagen, dass alles geklappt hat. Es war aber tatsächlich ein sehr aufregender Tag, über den es sich lohnt, ein paar Worte zu verlieren.
Mitte April hatte ich ja bei der Fluggesellschaft den Katzentransport angemeldet, und dabei auch schon geklärt, dass wir die Katzen gemeinsam in einer großen Box transportieren können (80x60x60cm). Laut der Dame an der Hotline war dies alles in die Flugdatenbank eingetragen und bestätigt.
Vorgestern haben wir uns dann spaßeshalber bei TAP eingeloggt und unsere Flugdaten eingesehen, und siehe da, der Katzentransport war nicht bestätigt.
Da ich ja gestern dann sowieso am Flughafen war, um den Mietwagen abzuholen, bin ich zu TAP bzw. SATA gegangen, um das Problem zu klären. Sie fanden überhaupt keinen Eintrag bezüglich Katzentransport. Allerdings waren alle sehr nett und nach einer Viertelstunde Computerarbeit wurde mir versichert, dass nun alles in Ordnung sei und die nette Schichtleiterin sowieso morgen (also heute) während unseres Fluges im Dienst sei, also alles kein Problem.
Heute kamen wir sehr zeitig zum Check-In, und siehe da, es gab keinen Katzentransport im Computer und die Schichtleiterin war selbstverständlich nicht im Dienst.
Aber auch diesmal war die junge Dame hinter dem Counter sehr nett und hilfsbereit und trug alles erneut ein.
Lange Rede kurzer Sinn: meist braucht man ja rund eine Minute für das Check-In, bei uns war es über eine Stunde.
Als wir uns dann endlich auf den Weg in Richtung Sicherheitskontrollen machen konnten, hatte das Bording schon begonnen. Außerdem war eine recht ansehnliche Schlange vor uns. Als wir endlich dran waren, meinte das Sicherheitspersonal in meiner Notebooktasche ein Messer zu sehen. Also alles ausräumen und erneut röntgen.
Irgendwann war dann auch das Messerproblem geklärt, und ich wollte ja sowieso schon immer mal namentlich am Flughafen ausgerufen werden.
Aber nein, ein paar Minuten später waren wir endlich am Gate 16, das Bording war weitgehend abgeschlossen und wir konnten ohne jede Wartezeit an Bord gehen. Natürlich war keine Zeit, vorher noch mal die Blase zu erleichtern, was ich gerne tue, weil ich an Bord des Fliegers ungern gehe aus Angst, womöglich rauszufallen.
War aber nicht schlimm, weil ich eigentlich sowieso nur nachts um 3 Uhr muss.
Als wir dann auf Faial ankamen, holte uns unser Freund Helder ab, aber nicht in unserem Land Rover (Plattfuss), sondern in einem 2-sitzigen Kombi. Aber auch das kein Problem, Helder meinte, vor all den Polizisten am Flughafen wäre es unklug, in den Laderaum zu klettern, ich solle einfach 100 Meter vorausgehen und dann während langsamer Fahrt hinten reinspringen. Genauso haben wir es gemacht, und jetzt sind wir da!

P.S.: Dank unserer Freundin Mechthild haben wir sogar blühende Blumen vor der Terasse!

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30.05.2015, Vorbereitung auf den Flug


Wie man vielleicht erkennen kann, sind wir am packen. Die Katzentransportbox, die eigentlich für einen großen Hund ist, ist schon in unserem Mietwagen, den ich heute am Flughafen abgeholt habe. Das schien uns die beste Lösung zu sein, denn einerseits ist der Mietwagen mit 30 Euro billiger als ein Taxi, andererseits sind die Portugiesen nicht wirklich für Zuverlässigkeit bekannt.
Allgemein sind wir reisetechnisch so routiniert, dass es uns in keinster Weise beeinträchtigt, aber wegen der Katzen sind wir jetzt doch etwas nervös. Whatever, heute Nacht um 04:30 Uhr klingelt der Wecker und dann geht’s los!
Nachtrag: eben noch zur Beruhigung in die nächste Kneipe (Cafe), jeder einen Cafe und zwei große Schnäpse, macht zusammen 6 Euro. Bei uns auf der Insel ist es sogar noch billiger, aber wir haben nicht vor zu klagen!

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28.05.2015, Lissabon


Heute morgen sind wir um 9 Uhr in den Zug nach Lissabon gestiegen. Öffentliche Verkehrsmittel, besonders in fernen Ländern, haben ja immer etwas abenteuerliches. So sind wir dann auch nicht in Lissabon Zentrum angekommen, sondern in Alcantara. Das hat uns aber nicht weiter gestört, immerhin ist das der Ort, in den wir damals immer von der Marina aus zum Einkaufen gegangen sind. Also haben wir diese uns schon bekannte Gegend genossen und sind zu Fuß ufernah zum Zentrum spaziert. Unterwegs kamen wir an den Markthallen vorbei, die wir damals nicht besichtigt hatten.

Es ist wirklich alles enorm großzügig angelegt, und die Mitte bildet eine große Halle voll mit kleinen Restaurants. Empfehlenswert!

Danach sind wir dann kreuz und quer durch Lissabon gewandert. Es ist wirklich eine atemberaubende Stadt. Wenn es eine Stadt gibt, die einen Besuch wert ist, dann Lissabon!


Dann noch in einem Restaurant lecker zu Mittag gegessen und danach den Rückweg begonnen. Die Bahnfahrt war super, aber wir waren auf dem letzten Kilometer zu Fuß zum Campingplatz so platt, dass wir uns von Kneipe zu Kneipe gehangelt haben. Davon gibt es in Portugal unendlich viele, und sie sind alle als Café getarnt.
Letztlich ist unsere Schlappheit nicht verwunderlich, schon wieder 32 Grad.
Jetzt komme ich gerade von der Dusche zurück, Brigitte hat mir mal wieder ein Duschgel mit meinem Lieblingsaroma hingestellt, Bergmotte!

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27.05.2015, doch noch nicht Lissabon


Heute morgen war erst mal Einkaufen angesagt, denn Lissabon konnten wir aus Temperaturgründen nicht tun. Danach sind wir im Auto spazieren gefahren und haben die Klimaanlage kräftig arbeiten lassen. Ein paar nette Fotos sind trotzdem entstanden.

Zum Beispiel dieser Fernblick auf Lissabon. Wahrscheinlich kommt es auf dem Foto nicht so rüber, aber es ist wirklich grandios.
Aber auch diese Kirche hat uns gut gefallen.

Nachdem wir zurück auf dem Campingplatz waren, habe ich erst mal unsere Dusche installiert, wir sind ja gut vorbereitet, selbst auf diese Höllenglut. Also alle paar Minuten mal eine kühle Dusche, dann nicht abtrocknen, und alles ist schön.

Mehr Sorgen machen mir die Katzen. Sie verkriechen sich im Wohnwagen unter den Bänken, und hoffen wahrscheinlich ebenso wie wir, dass sie überleben. Natürlich haben wir sie ständig im Blick, und bevor sie eingehen, würden wir auch bei ihnen zur Dusche greifen.

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26.05.2015, leben bei Hitze


Der lustige Mann kann zwar bei dieser Backofenhitze auf der Straße tanzen, aber wir sind heute eindeutig mit dem Kampf ums Überleben beschäftigt. Jetzt ist mir auch wieder ganz klar, warum wir im Sommer grundsätzlich nach Norden gefahren sind und warum wir uns unser neues Zuhause gesucht haben, wo es nie so heiss wird. Zum Glück haben wir den schattigsten Platz hier, und es geht auch Wind, aber ich muss trotzdem alle paar Minuten Wasser über mich und ein kühles Getränk in mich schütten, um kein Panikgefühl zu bekommen.
Trotzdem wollen wir morgen das Leben in vollen ( und hoffentlich klimatisierten) Zügen genießen, wir wollen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Lissabon.

Man kann vielleicht erkennen, dass wir hier von oben auf das Hallenbad und im Hintergrund den Tejo herabschauen. Keine schlechte Aussicht!

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25.05.2015, Vila Franca de Xira

Da der letzte Campingplatz uns einfach zu teuer war (27,50€ pro Nacht), sind wir heute los, um uns von Marie zu einem anderen lotsen zu lassen. Es war ein Fiasko. Kreuz und quer durch das Zentrum von Lissabon, und das mit Gespann.
Irgendwann waren wir aber doch da.

Der Platz wird von der Gemeinde betrieben, ist 24h am Tag geöffnet und bewacht, und mir fällt absolut nichts negatives ein. Alles Top, und das für nicht mal 10€ pro Tag. Also werden wir wohl unser Gespann hier lassen, während wir auf Faial sind. Kostet uns knapp 5€ pro Tag, und wir wissen das Gespann in guten Händen. Gesammelt haben wir all diese Informationen im öffentlichen Hallenbad nebenan, ebenfalls von der Gemeinde betrieben. Die junge Dame, die hinter dem Counter saß, war erstens sehr nett und sprach zweitens sehr gut Englisch, weswegen wir dorthin verwiesen wurden. Ich muss allerdings zugeben, dass ich durch den gewagten Ausschnitt etwas abgelenkt war und zwischendurch dachte: Wow, schöne Strümpfe.
Danach jedenfalls war es Zeit für die Nahrungsaufnahme, also sind wir zu Fuß runter in die Stadt und haben uns ein einheimisches Lokal gesucht und beide den Tagesteller bestellt. Dazu kam Brot, Oliven, ein Cafe für Brigitte und 4 Bier. Hier die Rechnung:

Zum Abschluss noch ein Foto aus der Dusche, die ich eben das erste, aber garantiert nicht letzte mal benutzt habe. Irgendwas scheint mir nicht richtig zu sein, aber was mag es sein?

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24.05.2015, Erinnerungen an vor 3 Jahren


Erinnert ihr euch? Vor fast genau 3 Jahren bin ich hier während meines Überführungs-Törns von Fehmarn auf die Azoren mit unserer Forty8 an dem im Hintergrund erkennbaren Leuchtturm-Inselchen vorbei den Tejo hoch nach Lissabon gefahren, um mich hier mit Brigitte zu treffen und einige Tage Urlaub in Lissabon zu verbringen.
Wir haben die Zeit übrigens sehr genossen und dabei auch eine ausgeprägte Liebe für Lissabon entwickelt. Und das will bei einem Stadthasser wie mir wirklich etwas heißen.
Im Anschluss kam unser Sohn an Bord und ich bin mit ihm ausgelaufen mit Kurs West, 2000 km bis Faial.
Heute sind wir wieder hier, die letzten Tage bis zu unserem Abflug nach Faial. Der Kreis schließt sich. Es war übrigens sehr schön am Strand, und ich habe sogar  meinen umfangreichen Körper der Sonne ausgesetzt.
Nebenbei ist mir das Phänomen des Strandburgen-bauens jetzt viel klarer geworden. Bis jetzt war immer mein Problem: was soll ich am Strand, sinnlos in der Gegend herumliegen? Wohl kaum!
Aber gebt mir einen Spaten, und ich habe den ganzen Tag zu tun und bin glücklich!

P.S.: Bei dem Anblick des Atlantik spüre ich ein großes Verlangen, wieder auf See zu gehen. Aber das wird sicherlich jeder Segler nachvollziehen können.

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23.05.2015, Besuch am Strand, Fahrt nach Lissabon


Üblicherweise gehen wir nicht an den Strand, weil wir nicht wissen, was wir dort tun sollen. Aber ein netter Spaziergang hat trotzdem gefallen. Es waren sogar ein paar Kiddies im Wasser, obwohl es so saukalt war, dass man kaum den großen Zeh hinein stecken konnte.


Dann ab in Richtung Lissabon. Es gibt an der Küste offensichtlich einige tolle Surf-Spots, dementsprechend voll ist es hier.


Den größten Teil der Strecke sind wir wieder offen gefahren, manchmal war es aber einfach zu heiss und wir haben die Kühle der Klimaanlage vorgezogen.
Als wir dann die Tejo-Brücke überquert und unseren Campingplatz gefunden hatten, habe ich versucht, eine weiteres in den Backskisten des Wohnklos gefundenes Gimmick auszuprobieren, den Sonnenschutz.
Leider ist das Ding nicht viel kleiner als ein Tennisplatz und somit viel zu groß für unseren Stellplatz, also wieder wegpacken und zum Trost einen Wein trinken.

Diesen Stellplatz haben wir übrigens gegen die Anweisungen des Platzpersonals gewählt. Es blieb uns aber auch nichts anderes übrig, denn die Zufahrt zu den vorgeschlagenen Bereichen wurde von einem Monster-Wohnmobil im Format Reisebus blockiert. Der Fahrer (und sicherlich Eigentümer) war ein alter französischer Mann, der vielleicht doch nicht mehr mit einem solchen Panzer seine Mitmenschen terrorisieren sollte, sondern sich bei äußerstem Wohlwollen mit dem Seat Ibiza bescheiden sollte, den er später aus dem Heck seines Ungetüms fuhr.

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21.05.2015, Nazaré


Fangen wir mit dem wichtigsten an, dem Essen. Heute mittag haben wir ein Restaurant auf dem platten Acker gewählt, vor dem aber dennoch enorm viele einheimische Autos standen, vor allem Pick-ups und Vans. Wir kamen durch eine kleine und wenig einladende Tür in den vorderen Gastraum und sahen hinter einem Durchgang einen gemütlichen Speiseraum voller Portugiesen. Wir bekamen sofort einen Platz an einem 10-er Tisch und bestellten das Tagesmenü.
Nach ca. 30 Sekunden hatten wir eine Suppenterine und 2 Suppenteller vor uns stehen und konnten uns nehmen, soviel wir wollten. Als wir die Vorspeise erledigt hatten, kam eine Platte mit Pommes, Reis und Fleisch in inflationären Mengen. Absolut nicht zu schaffen, aber superlecker.
Danach kam Mousse au chocolat, danach Café, und außerdem hatten wir jeder 2 Bier.
Im Anschluß gingen wir zum bezahlen: 14€ !!!!!!!!! Für alles zusammen!!!!!!
Keine Ahnung, wie die das hinbekommen haben, aber jederzeit gerne wieder.


Gefahren sind wir heute nur 150 km, und das bei tollem Wetter und natürlich als Cabrio. Ganz gemütlich im Schneckentempo auf der Landstraße, es war total toll. Jetzt sind wir in Nazaré, wo wir ein bis zwei Tage bleiben. Danach geht es in die Nähe von Lissabon.

Jetzt noch ein paar Worte zu einem Thema, was ich schon öfter angesprochen habe, weil mir bei diesen Gelegenheiten regelmäßig Mordgedanken kommen. Das Thema Kasse im Supermarkt. Wenn jemand miterleben will, wie eine Kassiererin mit Top-modernem Laserscanner-Counter für 5 Teile eine Viertelstunde braucht (bei Aldi in Deutschland würde das wohl ca. 3 Sekunden erfordern), dann braucht er nur nach Portugal zu fahren. Die allgemein geringere Lebensgeschwindigkeit hier ist eigentlich sehr angenehm, aber ich befürchte, so portugiesisch kann ich niemals werden, und wenn ich 120 Jahre alt werde.
Aber ich liebe Land und Leute trotzdem!

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20.05.2015, Aveiro, das Venedig Portugals


So wird zumindest geworben. Es gibt aber immerhin Kanäle in der Stadt und auch eine größere Menge dieser lustigen Boote. Und ungefähr alle 10 Meter wird man angesprochen, ob man nicht eine Bootsfahrt machen möchte. Ich persönlich hasse es, auf diese Weise angesprochen zu werden, und würde dann schon kategorisch nicht mehr auf das Angebot eingehen. Selbst, wenn es sich z.B. um das beste Restaurant in der Stadt handeln würde.


Abgesehen von dem üblichen Touristen-Nepp ist es aber ein netter und hübscher Ort. Als uns die Füße genug weh taten, machten wir uns wieder auf den Weg in unseren kleinen Ort, dessen Namen ich mir nicht merken kann. Hier haben wir uns dann wie üblich ein nettes Restaurant gesucht. Piekfein, modern, hervorragende Küche (und langsamer Service, wie üblich, daran habe ich mich auch nach 4 Jahren noch nicht gewöhnt).

                          

Ich hatte Tintenfisch-Salat und Brigitte gegrillte Calamaris, dazu noch eine Flasche Wein, alles zusammen für 21 €. Da lohnt ja fast das kochen nicht!

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