06.04.2016, ein interessantes Schiff nähert sich

Star Clipper

Ich habe eben gesehen, dass die Star Clipper auf dem Weg nach Ponta Delgada ist. Momentan noch rund 150 SM entfernt, soll sie morgen früh hier ankommen. Bin schon gespannt, wann sie auf meinen eigenen Instrumenten auftaucht. Vielleicht bin ich ja rechtzeitig wach, um das Einlaufen und Anlegen zu bewundern.

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04.04.2016, warten, basteln, Zeit totschlagen

Spaziergang

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Das Schiff ist mittlerweile in einem durchaus akzeptablen Zustand, so dass ich mehr als genug freie Zeit habe. Während meiner diversen Wanderungen durch Ponta Delgada bin ich irgendwann auf die Idee gekommen, mein Handy zu nutzen, um meine Pfade aufzuzeichnen. Einen Teil davon sieht man auf dem oberen Bild.
Das untere Foto ist gerade eben entstanden, es ist heute wirklich ein schöner Sonnenuntergang.
Meine Herzdame hat endlich alle noch verbliebenen Verpflichtungen in D abgehakt, inklusive des Verkaufs unseres Autos. In wenigen Tagen kann ich sie endlich hier am Flughafen in Empfang nehmen, ich kann es kaum erwarten!

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01.04.2016, katastrophale Nacht, Ruckdämpfer

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Auf Santa Maria hatte ich einen Segler kennen gelernt, der zuvor hier in Ponta Delgada war, und er hatte mir gesagt, dass der Schwell und die Strömungen ihn mehrere Leinen gekostet hätten.
Nach dieser Nacht kann ich das voll bestätigen, das Schiff ist permanent hin und her und vor und zurück geschossen und knallte dabei jedesmal dermaßen in die Leinen, dass ich mich auf der Toilette festhalten musste und an Schlaf kaum zu denken war.
Deshalb habe ich eben Wasser gekauft (keine Sorge, ich bin nicht krank) und die Flaschen als Ruckdämpfer in die Leinen eingebaut. Jetzt ist es mit dem Rucken vorbei!

Nachtrag:
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Und natürlich ist eine schlechte Nacht schnell vergessen, wenn man sich einen schönen Tag macht, und dazu gehört ein leckeres Essen. Und dieses hier war absolut köstlich!

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31.03.2016, Ponta Delgada

Ponta Delgada

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Auf dem oberen Bild sieht man die Wetterlage, ich habe also beschlossen, die kurze SW-Wind Wetterlage auszunutzen und dahin zu segeln, wo ich Brigitte vom Flieger abhole.
Gegen 13 Uhr am Mittwoch bin ich los, habe schon kurz nach der Hafenausfahrt die erste Meeresschildkröte gesehen und später noch weitere. Zuerst hart am Wind, was unser Schiff sehr gut macht, und dann ab 18 Uhr nach abschalten des Windes 6 Stunden motoren. Dann war ich auf 20 Sm an Ponta Delgada heran und bin schlafen gegangen.
Die Nacht war übrigens traumhaft, sternenklar, und es gab ein zauberhaftes und starkes Meeresleuchten.
Nachts um 2 Uhr wurde der Wind wieder eingeschaltet, und zwar aus SW, wie angekündigt. Also unter Segeln weiter und in den Hafen von Ponta Delgada, wo ich gegen 7 Uhr ankam. Der Wind war zu dieser Zeit übrigens schon auf 5-6 Bft., aber das war das einzige, was am Wetterbericht nicht gestimmt hat, also Respekt.
Das zweite Foto zeigt meinen Ausblick aus dem Schiff. Ist das nicht schön? Ja, das ist wirklich überhaupt nicht schön.
Ponta Delgada ist der einzige Ort auf den Azoren, wo ich nicht tot über den Zaun hängen möchte, aber da genau hier in Kürze meine Herzdame ankommen wird, bin ich trotzdem glücklich, hier zu sein!

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27.03.2016, der Diesel läuft!

Gestern habe ich nach längerer Internet-Recherche tatsächlich eine Betriebsanleitung für meinen Schiffsdiesel gefunden. Des weiteren habe ich herausgefunden, dass der Hersteller seit den 80-ern nicht mehr existiert.
Aber egal, die Anleitung zum entlüften des Dieselkreislaufs umfasste 2 Seiten, und siehe da, nachdem ich alle Punkte abgehakt hatte, kam der Motor innerhalb einer Sekunde.
Ich bin also wieder bereit zum auslaufen!

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26.03.2016, Verschönerungsarbeiten innen

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Die Pizza, die ich mir heute Mittag in die Pfanne gehauen habe, war natürlich schon schön genug, aber die Rahmen der Dachluken und auch der Salon-Tisch konnten gut eine Verschönerung vertragen. Der Tisch ist einfach nur gelackt, während ich die Lukenrahmen vorher abschleifen musste.
Der modifizierte Dieselfilter und die hierfür angefertigte Halterung sind auch heute gekommen, vielleicht gehe ich dann morgen an die Wiederbelebung der Dieselmaschine. Bis Mittwoch möchte ich alles fertig haben, weil ich dann möglicherweise mit perfektem Wind weitersegeln kann.

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23.03.2016, zurück ins Wasser

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Heute morgen um 6 Uhr bin ich duschen gegangen, und als ich fertig war, so gegen 06:10 Uhr, kam tatsächlich noch jemand zum duschen. Es war natürlich der einzige andere Deutsche, der sich momentan in der Marina befindet.
Der Kranführer kam pünktlich um kurz nach acht und hob das Schiff von den Böcken, damit ich die restlichen Stellen anmalen konnte, und nicht viel später ging es dann wieder zurück ins Wasser.

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22.03.2016, Krantag

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Heute morgen so gegen 08:30 Uhr kam der Kranführer und sagte Bescheid, dass ich kommen kann. Also Diesel angeworfen, Arbeitskleidung an und los. Im Travellift gab es dann kleinere Probleme, weil der breite Gurt nicht an die übliche Stelle passte. Also bin ich in meiner Arbeitskleidung ins Wasser gesprungen (wunderbar erfrischend) und habe den Gurt an Ort und Stelle gekantet.
Danach habe ich das Schiff mit einem richtig fetten Dampfstrahler abgeduscht und danach mit dem Streichen begonnen. 2 Lagen natürlich.
Fertig!
Morgen früh kommt Forty8 wieder ins Wasser.

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21.03.2016, Arbeiten am Schiff

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Wie ich auf dem Weg hierher gemerkt habe, gibt es am Schiff noch einiges zu tun.
Etwa klemmte die Rollgenua sehr (behoben) und die Rollreff-Leine war etwas zu üppig dimensioniert, so dass sie die gesamte Trommel ausfüllte und zum Überspringen neigte (behoben).
Die beiden wirklich großen Probleme waren aber zum einen, dass die Dieselmaschine nur noch bis knapp halbe mögliche Drehzahl kommt, und dass die Batterien so alt und schwach waren, dass ich die zweite Nacht blind und taub und unbeleuchtet in Richtung Santa Maria segeln musste. Dieses zweite Problem ist ebenfalls schon behoben, ich habe heute neue Batterien gekauft. Auf Faial kostet eine 45 Ah Batterie rund 120€, was zugegebenermaßen dafür gesorgt hat, dass ich es bereits einkalkuliert hatte, lieber im Dunkeln zu segeln als arm zu werden. Hier aber habe ich eine 80 Ah Batterie für 80€ gefunden, und natürlich sofort 2 davon gekauft, um beide altersschwache Bordbatterien austauschen zu können. Jetzt sollte ich wieder rund 5 Jahre Ruhe haben.
Das verbleibende Problem ist der Diesel. Ich werde gleich den Niedergang und den Plichtboden wegnehmen, um die Reparatur zu beginnen. Es kann sich nur um Luft im Kraftstoffsystem handeln, und wenn ich mir die Leitungen und auch den Filter so ansehe, wundert mich das eigentlich nicht.
Morgen kommt das Schiff an Land auf Böcke, dann mache ich erst mal das Unterwasserschiff neu, und dann kommen die verbleibenden Kleinigkeiten.
Leider muss ich mir Madeira für dieses mal abschminken, da von meinen 6 Wochen schon allein 2 für Wetter und Reparaturen verloren sind. Außerdem kommt meine Herzdame möglicherweise (hoffentlich) schon eine Woche früher zurück, so dass ich maximal 3 Wochen für den Törn nach Madeira und Porto Santo zur Verfügung hätte.
Das ist mir zu riskant.
Vielleicht nächstes Jahr gemeinsam mit Brigitte, wer weiss?

P.S.: die alten Batterien werden übrigens weiterverwendet, ich werde sie nutzen, um zukünftig im Container Licht zu haben. In Kombination mit dem schon lange vorhandenen Windgenerator sollte das problemlos funktionieren.

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19.03.2016, angekommen auf Santa Maria

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Die Fahrt verlief unspektakulös und angenehm. Sogar der Wetterbericht war diesmal 100%ig zutreffend. Obiges Foto zeigt den Sonnenaufgang über Santa Maria.

Hier etwas später:

Santa Maria

Und in der Marina:

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Natürlich waren die Nächte wieder anstrengend, und als sommerlich kann man die Temperaturen auch noch nicht bezeichnen, aber trotzdem war das mal ein richtig guter Segeltörn.

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