21.06.2016, Beginn des Projekts Dachterrasse

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Der Container braucht ja einerseits Schutz vor der Sonne, andererseits haben wir keine religiösen Einwände gegen eine Dachterrasse mit außergewöhnlicher Aussicht. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass wir ab und zu einen Gast verlieren werden, aber mit Vertrauen auf Darwin würde ich sagen, dass die Starken überleben werden.
Da ich ja eh mein Warenlager zum Montageort bewegen musste, war für uns klar, dass es Zeit wird, unser Mietbaby in die Bedienung des Unimog einzuweisen. Baby war absolut begeistert und nur mit viel Mühe wieder vom Fahrersitz zu entfernen!

P.S.: Die Solar Impulse 2 wird wohl heute Nacht genau über uns hinweg fliegen. Von Herzen weiterhin gute Reise und viel Erfolg den regenerativen Energien!

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19.06.2016, wieder zu Hause

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Vorgestern, am Freitag, ist Brigitte schon mal vorgeflogen nach Faial, weil der Wetterbericht nicht so gut war, und sie ja morgen wieder arbeiten muss. Sie wollte unbedingt den Bus nehmen, als kleines Abenteuer am Rande. Sie ist voll auf ihre Kosten gekommen und hätte um ein Haar ihren Flieger verpasst, obwohl sie 2 Stunden vorher mit dem offiziellen Flughafenbus aufgebrochen war, für eine Strecke, die per Auto keine 15 Minuten dauert. Das nächste mal nimmt sie bestimmt ein Taxi oder geht zu Fuß, das geht garantiert schneller.
Ich habe dann noch ein wenig die Party in Angra genossen, und bin dann kurz vor 6 Uhr morgens ausgelaufen, zeitgleich mit unseren Freunden, die sich allerdings Graciosa als Ziel ausgesucht hatten, während ich zurück nach Horta wollte.
Als die beiden anriefen, um zu sagen, dass sie am Ziel sind, dümpelte ich gerade ohne jeglichen Wind zwischen Sao Jorge und Pico. Das war eine ganz interessante Erfahrung: ich hatte den Kurs so gesetzt, dass ich links an Pico vorbei kommen würde um dann auf der SW-Seite Picos weiterhin den Südwestwind nutzen zu können. Und was war es? Hustekuchen! Der Wind schob mich sportlich zwischen die beiden Inseln, ohne dass ich groß etwas dagegen tun konnte. Und ich kam dort auch nicht mehr weg. Die einzig segelbare Richtung wäre zurück nach Terceira gewesen. Ähnliche Effekte habe ich bisher nur auf den Kanaren kennen gelernt, aber hier kann es anscheinend genauso sein. Gut, wenn man einen Dieselmotor und genug Diesel hat. Gegen 3 Uhr war ich aber dann trotzdem endlich da, habe Anker geworfen im Vorhafen und bin erst mal schlafen gegangen. Das segeln bei Vollmond war übrigens toll.
Jetzt bin ich bereits wieder in Capelo bei meiner Herzdame!

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16.06.2016, wir genießen unseren Urlaub

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Ich war ja schon mehrfach hier, und ich war sicher, dass es auch Brigitte sehr gut gefallen würde. Und so ist es auch. Wir haben beschlossen, jetzt jedes Jahr nach Terceira zu segeln und ein paar Tage Urlaub zu machen. In Ponta Delgada wollen wir beide nicht tot über den Zaun hängen, aber hier ist genau das richtige Maß an Schönheit und Lebendigkeit. Es ist wahrscheinlich ähnlich, als würde man als typischer Deutscher mal eine Woche nach Mallotze fliegen. Außer, dass es hier keinerlei „Proll“-Alarm gibt.
Brigitte fliegt morgen wieder zurück nach Hause, ich laufe Samstag Vormittag aus. Leider gibt es im Moment keinerlei Wind. Ich könnte natürlich nach Faial motoren, aber das würde fast 20 Stunden dauern, und ich hasse das eh.
Unsere Freunde wollen ebenfalls Samstag los, und zwar nach Graciosa. Vielleicht mache ich das genauso, aber definitiv per Wind, nicht per Diesel. Selbst wenn es mehrere Tage dauert, egal, ich fühle mich wohl an Bord!
Und Brigitte ist ja per Flieger auf der sicheren Seite, um rechtzeitig wieder ihren Job als Nanny anzutreten.

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14.06.2016, Impressionen von Terceira

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Das Wetter war toll, sehr warm, und wir 4 machten mit unserem Mietwagen eine Inselrundfahrt. Zu Anfang fanden wir ein tolles Yachtzubehör-Geschäft, wo wir viele schöne Dinge einkauften, dann machten wir mittags ein Picknick im Mata da Serreta, einem traumhaft schönen Wald, wo es aufgrund der Höhe und des Schattens deutlich kühler war.
Dann weiter zum Naturschwimmbecken von Biscoitos, das schon gut besucht war, und zum Abschluss noch eine Grotte im Gebirge besuchen.
Es war ein schöner Tag.

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12.06.2016, Törn nach Angra

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Pünktlich um 6 Uhr morgens liefen wir aus, der Wind schwankte zwischen Null und über 30 Knoten. Aber wunderbares Wetter, und um 16:45 Uhr hatten wir die gut 50 Seemeilen erledigt. Also alles in allem ein brauchbarer Schnitt.

https://youtu.be/WSFW-4tbPec

Jetzt liegen wir in Angra direkt neben den sanitären Anlagen. Gleich geht es los ins Örtchen, um ein wenig Nahrung zu fassen!
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Bobby und Nelliemarie sind übrigens ebenfalls heute morgen um 6 Uhr aufgebrochen, aber halt aus Lajes de Pico. Sie waren eine viertel Stunde vor uns hier und liegen am gleichen Steg. Morgen werden wir dann gemeinsam beginnen, die Insel zu erkunden.

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10.06.2016, Urlaub!

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Unser Mietbaby ist in Urlaub gefahren, also machen wir das gleiche. Natürlich mit unserem Schiff. Diesmal in einer besonderen Variante, wir wollen in Form einer Mini-Flottille segeln, gemeinsam mit unseren Freunden Bobby und Nelliemarie mit ihrer „Gabriel“. Geplant für den ersten Tag war Lajes auf Pico. Das Wetter war in höchstem Maße besch…., totale Suppe, aber warm.
Nach wenigen Stunden segeln stellten wir fest, dass das Ziel unter Segeln nicht machbar war, weil genau gegen den Wind. Unsere Freunde haben einfach ihren Diesel angeworfen, und wenige Stunden später waren sie da. Das war mit unserem Diesel leider nicht realistisch, erstens ist er mit 12 PS sowieso zu schwach für das Boot, zweitens sind von diesen Pferden die meisten vermutlich mittlerweile entkommen, weil drittens die Herstellerfirma (Arona) schon 1982 Konkurs anmelden musste.
Also kehrt marsch und ankern im Vorhafen von Horta. Wir hatten uns ja abgemeldet, somit wurde unsere Box anderweitig besetzt. Es war aber trotzdem total toll!

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Wir haben lecker Bratkartoffeln gekocht, dazu Tomatensalat, danach gelesen und früh ins Bett. Morgens um 7 Uhr Anker auf und auslaufen ohne Motor. So ist es uns am liebsten!
Bald ließ der Nebel nach und es wurde sehr schön, auch was das segeln angeht.

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Jetzt sind wir in Velas auf Sao Jorge, und morgen früh gegen 6 Uhr wollen wir auslaufen nach Angra auf Terceira.
Leider habe ich noch keine Ahnung, wie ich wieder aus der Box kommen soll. Beim Einlaufen haben wir mehrere Beifallsbekundungen für unser perfektes Manöver bekommen, allerdings war das auch sozusagen eine Art Heimspiel, weil dies zufälligerweise das einzige Manöver war, was unser Boot richtig gut kann.
Morgen früh werden wir es wohl erst mit langen Leinen an einen anderen Platz ziehen müssen, aber egal, sieht ja um 6 Uhr kein Mensch!

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Nachtrag:
ich habe es dann doch vorgezogen, sämtliche Schiffsbesatzungen rundum zu aktivieren, um Forty8 mit einigen Seilen und vereinten Kräften auf einen geeigneten Platz zu zergeln. Auch der Hafenmeister kam hinzu zum helfen. Es war ein großes Hallo und alle hatten viel Spaß. Nun liegen wir so:

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(Vorher hinten links in der Ecke)

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05.06.2016, Ijsselmeer?

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Könnte sein, oder? Auf dem Ijsselmeer braucht man im Sommer kein eigenes Boot, weil es dermaßen voll ist, dass man eh von Boot zu Boot hüpfen kann. Und ganz ähnlich sieht es heute auch hier aus.
Mir wurde gesagt, dass heute rund 75 Schiffe aus der Marina Horta auslaufen, die meisten davon sind Teilnehmer der ARC-Europe.
Ich fahre heute Abend zum Schiff, weil mal wieder ein Sturm erwartet wird, hoffentlich bin ich dann nicht alleine in der Marina!

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04.06.2016, Maverick too

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Die Marina ist eh knüppeldicke voll, weil die Teilnehmer der ARC-Europe gerade da sind, und heute lief auch noch die „Maverick too“ ein. Segelbegeisterte wissen jetzt sofort, wovon die Rede ist.
Vor einigen Jahren erschien ein Buch bei Delius Klasing mit dem Titel „Allein über den Atlantik“ (steht selbstverständlich in unserer Bordbibliothek), in dem ein junger Mann, Johannes Erdmann, seine Atlantik-Reise in einem für ein Trinkgeld bei Ebay geschossenen kleinen, alten Segelboot beschreibt.
Das war für freiheitsliebende Menschen wie uns schon damals eine tolle Geschichte.
Heute ist er Redakteur bei der Zeitschrift „Yacht“ und hat dort seine eigene Kolumne. Dort kann man in seinem Blog die Abenteuer, die seine Freundin Cati und er an Bord ihrer aktuellen Yacht erleben, mitverfolgen.
Ich bin schon sehr gespannt, was sie über unsere neue Heimat berichten werden!

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31.05.2016, heute genau ein Jahr auf der Insel

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Es ist wirklich absolut unglaublich, aber tatsächlich sind wir letztes Jahr am 31.05. endgültig hier auf Faial angekommen. Nie ist ein Jahr so schnell vergangen wie dieses!
Aber die Subjektivität der Zeitempfindung ist ja bekannt. Wenn man glücklich ist, verfliegt die Zeit nur so, und wenn man leidet, steht sie nahezu still.
Wir haben diesen speziellen Tag jedenfalls sehr genossen, er wird für uns auch zukünftig ein Feiertag sein. Genau wie der 03.03., weil wir an genau diesem Datum im Jahr 2011 unsere Auswanderung beschlossen haben.
Es folgten durchaus harte Jahre, nicht unbedingt wegen der anstehenden Arbeiten, sondern hauptsächlich wegen der regelmäßigen Trennungs-Situation.
Aber das war schon immer so: wenn meine Herzdame und ich uns etwas vornehmen, dann wird das gnadenlos durchgezogen, selbst, wenn es weh tut.
Jetzt, und das sage ich nicht ohne einen gewissen Stolz, können wir die Früchte unseres Wagemuts genießen, und das tun wir auch! Und zwar „Bigtime“, wie der Engländer sagt!

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27.05.2016, ein weiterer Bereich verschönt

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Der Bereich an der Zisternenwand war ja all die Jahre von Unkraut geprägt und als Lagerplatz für Baumaterial und Holz missbraucht, aber nun habe ich alles entsorgt und den Bereich freigegraben. Es waren fast 30 Schubskarren voll Erde, die ich in den Garten zwischen Haus und Container verlagert habe. Manchmal wundert man sich, was relativ kleine Veränderungen bewirken!
Das kleine Becken an der Zisterne ist jetzt übrigens auch mit Erde gefüllt, und Brigitte hat dort Küchenkräuter eingesät.

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Die insgesamt ca. 65 Karren voll Erde, die sich auch im Zuge des Mauerbaus hier angesammelt hatten, habe ich dann noch mit einer Harke glattgezogen und dann mit dem Toyota plattgefahren. Ein Geländewagen mit 245er Reifen hat durchaus Vorteile!

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