24.03.2014, Sturmfahrt nach Gomera


Tolle Wurst, ich bin mal wieder begeistert. Angekündigt waren 5Bft von leicht achterlich, tatsächlich hatte ich konstant über 35 Knoten von leicht vorlich. Egal, ich bin da, leider dauert es eine gute halbe Stunde bis zum nächsten Wifi.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

20.03.2014, La Palma

Ich könnte ja jetzt eine Fotografie meines Logbuchs einfügen, aber ich will niemandem das Segeln vermiesen. Von völliger Flaute bis 8 Bft. war alles vorhanden, und wie ihr ja vielleicht auf den Wetterseiten verfolgt habt, mußte ich fast die ganze Zeit kreuzen.
Allerdings ein großes Lob auf unser Schiff: es hat sich immer selbst gesteuert, auch wenn der Wind zu- oder abnahm war ihm das egal und es hielt eisern den Kurs. Und auch die 7-8 Bft, die ich für rund 8 Stunden hatte, fühlten sich innen so komfortabel an, dass ich schlafen gegangen bin. Und falls es jemanden interessiert, ich habe den normalen Tagesrhytmus beibehalten, also tagsüber gelebt und nachts geschlafen. Natürlich waren aber die Instrumente an und hätten Alarm geschlagen, falls ein Berufsschiff in meinen 2-Meilen Radius gekommen wäre. Das war aber nie der Fall.
Tatsächlich kann ich von meinem Schiff aus rund 80 Sm, also rund 150 km „rundumschauen“, und es war fast nie ein anderes Schiff zu sehen. Mindestens 150 km vom nächsten Menschen entfernt zu sein, ist schon ein eigenartiges Gefühl.
Mein Verbrauchs-Ziel habe ich allerdings nicht ganz erreicht: ich habe ca. 6 Liter Diesel benötigt von den Azoren zu den Kanaren. Damit kann ich aber ganz gut leben!

Am Ende noch ein Rätsel: welche Anzeichen könnten darauf hindeuten, dass eine Yacht eine längere Strecke hinter sich hat?

P.S.: Reisen gehört für mich zu den wertvollsten Dingen überhaupt!

Veröffentlicht unter Uncategorized | 4 Kommentare

09.03.2014, gar nicht mal so gut

Das Tief zieht plangemäß durch. Morgen soll es weiter gehen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Ein Kommentar

05.03.2014, Pause auf Santa Maria

Erst mal vielen Dank für die netten Beiträge, bei so vielen guten Wünschen kann hoffentlich nicht mehr viel schief gehen.
Bisher war der Törn einfach nur genial. Das Wetter war perfekt, nur Sonne, und das Boot lief auch perfekt unter der von mir modifizierten Windfahnensteuerung. Als ich im Bereich von Santa Maria war und den Seewetterbericht zog, wurden mir leider genau auf dem Weg 8-9 Winde angedroht, also habe ich vorsichtshalber eine Pause eingelegt.
Für die Segler: in den ersten 24h habe ich 140 Sm zurückgelegt, bei 4-5 Bft.
In den nächsten 24h nur rund 65 Sm, weil nur rund 2 Bft. Letzte Nacht lief das Boot bei wechselnden Windstärken (zwischen 2 und 5 Bft.) immer konstant 130 Grad, ohne dass ich irgendetwas tun mußte. Das hat mich total begeistert!
Außerdem: Heute zweimal Wale, einmal Delfine und viele portugiesische Galeeren.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

03.03.2014, es geht los

Alles ist fertig, nur noch zur Tankstelle, dann aus See. Nächster Halt Gran Canaria (wenn alles rund läuft, also wer weiss).
Der 03.03. ist nebenbei gesagt ein markantes Datum, denn genau vor 3 Jahren haben wir uns entschieden, dieses Projekt zu starten!

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

27.02.2014, malen

Den heutigen Tag habe ich mit malen verbracht, etwas, was ich schon lange nicht mehr gemacht habe. In jedem Fall hat es Spass gemacht, auch wenn es es nicht künstlerisch, sondern dilettantisch ist. Aber in jedem Fall ist es bunt!
Kann man erkennen, was es sein soll?

Veröffentlicht unter Uncategorized | Ein Kommentar

26.02.2014, das Schiff ist bereit, in ein paar Tagen geht es auf See!

Wie ihr seht ist das Schiff schon äußerlich sehr üppig mit Equipment beladen, und innen sieht es nicht anders aus. Gestern bin ich sogar noch den Mast hochgeklettert, um das LED-Rundumlicht auf dem Masttop zu reparieren, was auch geklappt hat. Bei Nacht fahre ich nämlich immer mit diesem Licht, weil es nahezu keinerlei Strom verbraucht. Nur wenn sich andere Schiffe annähern, schalte ich auf die vorgeschriebene Beleuchtung um. Die Reservekanister auf beiden Seiten würden mir rund 72 Stunden permanente Motorfahrt ermöglichen, so dass ich im Notfall eigentlich immer Land ereichen können sollte.
Aber natürlich möchte ich die gesamte Strecke zu den Kanaren am liebsten segeln, deshalb habe ich auch genügend Zeit eingeplant.
Vermutlich mache ich mich nächste Woche auf den Weg, abhängig natürlich vom Wetter.
Auf Sturm kann ich gut verzichten.

P.S.: Gerade noch bei Nacht draußen geduscht. Es war wie üblich unbeschreiblich schön!

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

21.02.2014, so bitte nicht!

Heute morgen lag eine sogenannte „Megayacht“ an der Pier. Der Name hieß übersetzt glaube ich „Eure Armut kotzt mich an“.
Als ich das zweite mal vorbeikam stand ein mittelgroßer Tank-LKW davor, das nächste mal ein schon sehr viel größerer. Gegen Mittag war der Tankvorgang immer noch nicht abgeschlossen. Ich hoffe, die Energieversorgung der Insel ist dennoch weiter gesichert. Mir würden jedenfalls eindeutig negativ geprägte Gedanken kommen, wenn wir Insulaner hier mit leeren Tanks im kalten sitzen müßten, nur um einem Mitglied der oberen Zehntausend zu ermöglichen, die nächsten paar 100.000 Liter zu verblasen.

Meinen nächsten Törn plane ich wie üblich so, dass nicht in katastrophaler Weise unsere Umwelt in Mitleidenschaft gezogen wird. Falls alles nach Plan laufen sollte, würde ich auf den knapp 2000km bis zu den Kanaren rund 3 Liter Diesel verbrauchen. Den Rest erledigt hoffentlich der Wind!

Aus Sicherheitsgründen werde ich aber trotzdem Diesel für rund 500km an Bord haben. Ich kann ja, wenn ich ihn nicht brauche, nach meiner Rückkehr den Tank des Landrovers (fast) damit befülen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

20.02.2014, Laminierarbeiten am Boot

Heute habe ich fast den ganzen Tag am Schiff gearbeitet. Auf dem Foto sieht man den Vorschiffsbereich, wo normalerweise nur die Koje zu sehen ist. Ich habe alles ausgebaut, und dabei festgestellt, dass der Wassertank, der den gesamten Bereich unter der Dreieckskoje einnimmt, nicht sorgfältig genug mit dem Rumpf per GFK-Laminat verbunden war. Das habe ich jetzt mit sehr starkem Material nachgeholt. Zwischendurch war mir ziemlich mulmig, weil das Polyesterharz auch nach 2 Stunden noch komplett flüssig war, aber es härtete dann doch noch aus. Ein angerissenes Halbschott im Heck (ein weiterer Schaden vom Sturm in der Biskaya, schätze ich) ist jetzt auch erheblich stärker als bei der Auslieferung. Das Schiff ist also nahezu bereit für den nächsten Törn!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

19.02.2014, fertig!

Ich würde sagen, dieses Ergebnis kann sich sehen lassen. Und ich habe das Ganze sogar an einem Tag geschafft.
Heute fahre ich wieder aufs Schiff und arbeite dort. Wenn ich  in ein paar Wochen aufbreche zu den Kanaren, um dort 2 wundervolle Wochen Urlaub mit meiner Herzdame zu verbringen, möchte ich, dass alles perfekt funktioniert, immerhin sind es ja fast 2000 km offener Atlantik bis dort.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare