28.05.2017, Betonarbeiten abgeschlossen

Glücklicherweise brauche ich hier keine Sonntagsruhe einhalten weil sowieso niemand in der Nähe ist, den das Rattern des Zementmischers stören könnte. Also konnte ich heute problemlos das Verbindungsstück gießen. Ich glaube, dass das Ergebnis in Ordnung ist, und somit haben wir wieder eine „Schmuddel-Ecke“ weniger.
Einen Mangel an Arbeit oder Projekten habe ich aber trotzdem nicht, also alles schön!

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25.05.2017, und wieder einmal eine Betonplatte

Der Container ist ja im wesentlichen meine Werkstatt, und natürlich auch Stauraum für die Gartengeräte. Bis jetzt war es so, dass man zwangsläufig einen Urwald an dieser Stelle vorfand, wenn man mal 2-3 Wochen nicht hier unten war, der Fruchtbarkeit der Azoren sei Dank. Damit ist es jetzt glücklicherweise vorbei.
Und wieder einmal hat sich gezeigt: wenn ich 3 Sack Zement (zu je 50 kg, aua!) und 4 Stunden Arbeit kalkuliere, sind es im Endeffekt exakt 6 Sack Zement und 8 Stunden Arbeit. Meine konstante Fehleinschätzung könnte also durchaus nützlich sein, zumindest, wenn ich aus meinen Fehlern lernen würde 😉

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24.05.2017, und weiter gehts im Garten

Wieder einmal muss ich feststellen, dass es eine tolle Sache ist, für sich selbst zu arbeiten! Ich liebe die Arbeit ganz allgemein. Dennoch bin ich extrem froh, dass ich der Sklaverei entkommen konnte. Denn etwas anderes war es in meinen letzten Berufsjahren nicht mehr.
Verantwortlich dafür war natürlich der damalige Geschäftsführer, von dem ich ebenso viel (oder besser gesagt ebenso wenig) halte wie nahezu alle meiner ehemaligen Kollegen.
Jetzt mal aus dem Nähkästchen geplaudert:
Dieses A….loch hatte mir damals sogar eine namhafte Consulting-Agentur auf den Hals geschickt, um mir vors Schienbein treten zu können. Vermutlich hat der Spass die Firma einen hohen fünfstelligen Betrag gekostet. Wenn nicht mehr.
Nach wochenlanger intensiver Analyse stellte sich heraus, dass meine IT-Abteilung absolut „State of the art“ war. Die Krönung war, als die Personalstärke zur Sprache kam. Nachdem ich die Zahl „2“ genannt hatte, war der Auditor fassungslos. Dann stand er auf und sagte zu meinem Mitstreiter Marc und mir: „Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen!“.
Im weiteren Gespräch sagte er:“Wie soll ich denn jetzt meinem Auftraggeber beibringen, dass er selbst das Problem ist und nicht die IT-Abteilung?“
Berechtigte Frage, ich habe aber nicht mehr mitbekommen, wie die Geschichte ausgegangen ist. War mir dann auch egal, denn meine innere Kündigung war zu diesem Zeitpunkt schon vollzogen, genau wie bei den meisten meiner Kollegen. Kein Wunder bei so einer Flöte am Ruder. Gut, dass der Bursche wieder in Berlin am Hauptstadtflughafen ist, bei all den anderen Flöten. Da gehört er zweifellos hin und er hofft vermutlich, dass niemand auf den Gedanken kommt, ihn wegen Vorteilnahme zu belangen, was allein schon wegen der Vergabe von sehr lukrativen Aufträgen innerhalb seines Bekanntenkreises kein Problem sein sollte.
Wie ich hörte, sind meine Ex-Kollegen mit dem aktuellen Geschäftsführer recht zufrieden. Offensichtlich ein Mann mit Format. Es ist schön, dass es jetzt wieder um das gemeinsame Ziel geht, und nicht darum, sich so schnell wie möglich die eigenen Taschen zu füllen und dann weiter zu ziehen.

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23.05.2017, meine Herzdame ist gut in D angekommen

Unsere Strategie war genau richtig, wir hatten 3 wundervolle Tage, bevor Brigitte abreisen musste zu ihrer Kur nach D. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre muss ich feststellen, dass Brüche an der Wirbelsäule unter allen Umständen vermieden werden sollten. Isnogood!!! Hoffentlich hilft die Kur.
Ich bin währenddessen noch auf Faial, weil das Wetter den Törn von Santa Maria nach Hause im Prinzip unmöglich macht. Also Gartenarbeit. Vermutlich werde ich niemals ein Freund davon, aber dies soll der erste Sommer werden, in dem zumindest eine „Art von Garten“ zur Verfügung steht. Also „Hacken in den Teer“ und nicht den Mut dabei verlieren. Als Segler weiss ich ja, dass auch eine langsame Reise ans Ziel führt!

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18.05.2017, change of plans

Da meine Herzdame in 4 Tagen für längere Zeit nach D fliegen muss und ich durch den nächsten nahenden Sturm nicht rechtzeitig auf Faial sein kann, steige ich morgen früh hier in den Flieger und bin dann kurz vor 10 Uhr auf Faial. So haben wir wenigstens noch ein paar Tage in Zweisamkeit.
Ich habe Forty8 (auf dem ersten Foto hinter dem Vorstag dieses hübschen Segelbötchens zu sehen) bereits mit ausreichend Leinen und Fendern ausgestattet. Eigentlich darf hier kein Schiff ohne Besatzung liegen, außer natürlich die Schiffe der Einheimischen, aber meine neuen Segelfreunde Robert und Heidi sind bereit, auf Forty8 aufzupassen. Und der Chef der Marina fand es toll, dass ich mit ihm auf portugiesisch konferiert habe, also alles kein Problem!
Das obige Boot gehört übrigens einem Italiener, es handelt sich ursprünglich um eine Waarship 570. Er ist schon seit Monaten hier und zahlt keinen Cent. Die Marina-Crew ist andererseits zu nett, um ihn einfach rauszuschmeissen. Das könnte ja auch sein Todesurteil sein.
Der Eigner erzählte mir, dass er vielfach schlechte Erfahrungen in der Karibik und anderswo gemacht hätte, und dass er zusammen geschlagen worden wäre und so weiter.
Woran mag das bloß liegen???

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17.05.2017, wieder auf den Azoren

Es war eine anstrengende Fahrt, ich bin fix und foxi und froh, wieder die Ruhe einer Marina genießen zu können. Normalerweise schlafe ich auch auf See ganz gut, aber es gab diesmal sehr viel mehr Berufsschiffahrt, und somit weniger Schlaf.
Die Reise verlief ähnlich wie geplant, nur dass der Wind deutlich stärker war als angekündigt, immer im Bereich 5-6, mal auch 7. Ich bin die ganze Zeit hart am Wind gelaufen, so dass der Autopilot nicht benötigt wurde, dann diesen Kurs liebt mein Schiff und steuert sich völlig problemlos selbst.
Es waren insgesamt 550 Sm, und das in 5 Tagen, also gar nicht mal so schlecht.
Was ich sehr bedenklich fand: normalerweise bekommt man täglich Besuch von Delphinen, und gelegentlich von Walen und Schildkröten. Diesmal absolut nichts! Das könnte bedeuten, dass die Diebe (oder Wilderer, oder wie auch immer man die professionellen Fischer bezeichnen möchte) mittlerweile ganze Arbeit geleistet haben und die Meeresfauna weitgehend ausgerottet haben. Das Konzept des „Leerstehlens“ unserer Gewässer gehört dringend überdacht, wenn es dazu nicht schon zu spät ist.

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11.05.2017, morgen früh geht es los, hier ist der Plan

Mit Hilfe von Windyty haben Brigitte und ich die Rückreise sorgfältig geplant. Übrigens ein tolles Tool, ich kenne es noch gar nicht so lange, aber es ist genial.
Wenn es denn so kommt, habe ich Wind von mehr als 30 Knoten nur Mittoch und Donnerstag zu erwarten.
Das Schiff ist bereit, ich war sogar noch mal oben auf dem Mast, um alles zu kontrollieren. Und danach in der Dusche, um den Angstschweiss abzuwaschen, ich will ja schließlich als sauberes Schwein auf die Reise gehen.
Vielen Dank für die netten Wünsche, ich habe mich sehr darüber gefreut!
Der nächste Eintrag kommt dann hoffentlich von zu Hause!

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10.05.2017, mein erstes Hafenbild

Wie geplant habe ich heute Farbe besorgt und ein Hafenbild gemalt. Dies soll angeblich erstens für gutes Wetter auf der weiteren Reise sorgen und zweitens dafür, dass man irgendwann wiederkommt.
Es ist nicht wirklich ein schönes Bild, aber ich hoffe, es erfüllt trotzdem seinen Zweck.
Der Wetterbericht wird auch schon besser, vermutlich laufe ich Freitag morgen aus. Die Starkwindphase ist dann wohl vorbei, ich werde also eher mit zu wenig Wind rechnen müssen. Aber ich habe Diesel für rund 300 Seemeilen, so dass ich Flautenzonen überbrücken kann. Morgen noch die restlichen Vorräte bunkern, und dann kann es übermorgen bei Sonnenaufgang losgehen!

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09.05.2017, Zeit totschlagen in netter Gesellschaft

Heute morgen lief die andere deutsche Crew aus in Richtung Lissabon, sie werden vermutlich eine schnelle, aber nicht unangenehme Reise haben. Ich will aber dann doch lieber zu den Azoren. Leider ist das Wetter überhaupt nicht auf meiner Seite, aber mein Plan ist, morgen ein Bild auf die Mole zu malen. Angeblich hilft das.
Den Nachmittag habe ich mit meinem Nachbarn Pavel verbracht, ein sehr netter Mann aus Prag. Ihm habe ich auch meine neue Waschmaschine zu verdanken, denn er wollte sie loswerden, womöglich sogar wegschmeissen. Es ist aber ein interessantes und gut funktionierendes Gerät, es wäre also schade darum.
Pavel muss morgen abreisen, er lässt sein Schiff für einen Monat hier und kommt mit Freunden zurück, um dann die Kanaren zu erforschen. Ich habe ihn auch schon halb und halb überredet, auf dem Rückweg im August/September mal auf Faial vorbei zu schauen. Ich würde mich definitiv freuen!

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08.05.2017, per Roller sieht man mehr


Heute morgen habe ich den reservierten Roller abgeholt und dann in Ruhe die Insel erkundet. Es gefällt mir hier, obwohl es sehr trocken ist. Aber die Landschaft ist grandios. Zusätzlich habe ich die Möglichkeit genutzt, und mit Hilfe des Rollers die Diesel- und Nahrungsmittelbestände aufgefüllt. Jetzt fehlt nur noch gutes Segelwetter, ich bin bereit!

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