08.04.2017, Ankunft auf Gomera



Nach einer sehr schönen Wanderung auf La Palma sind wir gestern Mittag aus Tazacorte ausgelaufen mit Ziel Vueltas auf Gomera. Es war ein sehr angenehmer und durchaus nicht langsamer Segeltag. Um 1 Uhr nachts machten wir an der Mole fest, es war aber überhaupt kein schönes Liegen dort. Fast 2 m Tidenhub und ein ordentlicher Schwell machten das Ganze zum Abenteuer. Nachdem wir uns wie geplant mit Rita und Günter getroffen und gemeinsam gefrühstückt hatten, gab es folglich nur eine Lösung, wir mussten wieder auslaufen, um unser Schiffchen nicht zu gefährden.
Also rum um die Insel nach San Sebastian. Ein toller und warmer Tag, aber leider kein Wind. Also durfte der Diesel fast 5 Stunden arbeiten.
Neben uns liegt übrigens der junge Mann, der auf einer Waschmaschine über den Atlantik nach Amerika reiten will (so sieht das Ding jedenfalls aus, stimmts, Nelliemarie und Bobby?). Es geht dabei um den Versuch, mit dem bislang kleinsten Boot (1,06m) den Atlantik zu übersegeln und den bestehenden Weltrekord zu brechen. Er ist sympathisch und guter Dinge, packt gerade seinen Proviant ein. Wohnen tut er aber noch nicht in der Waschmaschine, sondern in dem blauen Boot neben unserem.
Wir drücken alle verfügbaren Daumen, dass er heile ans Ziel kommt!

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05.04.2017, Inselrundfahrt La Palma


Die Insel ist größer, als es den Anschein hat, aber wirklich wunderschön. Der gewaltige Krater lässt einem den Mund offenstehen.
Die Natur ist allgemein traumhaft, es gibt nur 2 Negativpunkte, einen großen und einen kleinen. Der kleine ist, dass es kanarentypisch sehr heiss ist, im Moment an der Grenze des erträglichen, aber viele Menschen mögen es ja genau so. Der richtig fette Negativpunkt ist, dass hier alles deutsch ist. Wir gehören jedenfalls nicht zu den Menschen, die in fremde Länder reisen, um dort deutsch zu sprechen und Bratwurst mit Pommes zu essen. Das Verhältnis zwischen Einheimischen und Deutschen scheint auch durchaus nicht sehr harmonisch zu sein, was mich nach den bisherigen Erfahrungen auch nicht wundert. Ich hoffe nur, dass es auf Faial nicht irgendwann genauso kommt!

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04.04.2017, meine Herzdame ist endlich wieder bei mir!

Nach endlos scheinenden 3 Wochen konnte ich heute endlich wieder meine Herzdame in die Arme schließen! Ihre Reise verlief gut, und nachdem wir das Gepäck an Bord verstaut hatten, sind wir aus Bequemlichkeitsgründen in Los Llamos essen gegangen. Es war teuer, aber dafür nicht besonders gut. Das war uns aber egal, jetzt ist erst mal Urlaub angesagt, und das für 3 Wochen. Es wird garantiert wieder viele tolle Erlebnisse geben, die wir in Zweisamkeit genießen werden!

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30.03.2017, erste Arbeiten an Bord

Letzte Nacht habe ich über 8 Stunden am Stück wie ein Toter geschlafen, jetzt geht es wieder sehr viel besser. Nach einer Wanderung samt Einkauf heute morgen habe ich als erstes meinen Windpilot gestrichen.
Gleich gehe ich rüber zu meinen Nachbarn, Jürgen und Anne, Heimathafen Burg auf Fehmarn (tja, die Welt ist klein), und schaue mal, ob ich ihnen helfen kann. Sie haben nämlich sehr unangenehme elektrische Probleme auf ihrer Hallberg Rassy.
Danach gibt es Artischocken und Steak, ich freue mich schon aufs kochen!

Nachtrag: Bin zurück von Nachbars, die elektrischen Probleme konnten behoben werden. Jetzt geht es ans Essen!

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29.03.2017, gut auf La Palma angekommen

Die Fahrt war eigentlich ohne besondere Vorkommnisse, das Wetter natürlich nicht ganz so wie vorhergesagt, meist saukalt, aber kein schlechter Törn. Bei einer durchziehenden Sturmfront mit über 35 Kts Wind habe ich spasseshalber endlich mal „Beiliegen“ ausprobiert. Es war genial, ich kann es nur weiterempfehlen.
Nur mit dem Alleinsein kam ich diesmal nicht sehr gut klar.
Gestern habe ich noch den größten Wal meines Lebens gesehen, keine Ahnung, was das für ein Monster war, aber er tauchte rund 50m rechts von mir auf Parallelkurs auf und war schätzungsweise doppelt so lang wie Forty8. Sehr beeindruckend!
Die Route an sich wich natürlich von der geplanten ab, was nicht wirklich verwunderlich ist:

Heute morgen um 5 Uhr war ich dann in der Marina Tazacorte, nachdem der Diesel mich 9 Stunden bei Flaute dorthin geschoben hatte.

Hier noch ein kleines Video:

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21.03.2017, Good Bye, Santa Maria

Ich bin unterwegs, das Wetter ist sehr schön, das Schiff läuft gut. Ab jetzt ca 1 Woche allein auf See. Bis bald auf La Palma!

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20.03.2017, die Abreise naht

Eigentlich wollte ich jetzt bereits auf der Piste sein, aber ich lasse die aufziehende Front noch passieren. Bloß nichts auf Krampf, das habe ich seit dem Sturm in der Biskaya hinter mir.
Morgen früh zwischen 7 und 8 Uhr soll es losgehen!

Hier kommt die Törnplanung, auf Basis der Seewettervorhersage:


Ich halte mich erst mal in Richtung Osten, weil im Bereich Donnerstag/Freitag Starkwind aus Nord angekündigt ist, somit sollte ich genug Raum haben, um gemütlich vor dem Wind abzulaufen.
Mal schauen, wie es in Realität wird!

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19.03.2017, Santa Maria, fauler Sonntag


Die Fahrt hierher war angenehm, natürlich habe ich nachts nicht geschlafen, das kommt erst nach 2-3 Nächten auf See.
Jetzt bin ich also mal wieder auf Santa Maria, einer wirklich tollen Insel. Der Hafenmeister erkannte mich auch sofort wieder und wusste sogar noch den Schiffsnamen auswendig.
Streng genommen gibt es absolut nichts zu berichten, also mache ich das mit vielen Fotos. Meine Herzdame und ich machen ja traditionell sonntags ein Lachsfrühstück mit Sekt. Auch, wenn wir getrennt sind, wie jetzt.
Also gibt es heute bei mir warme Ritter mit knusprigem Speck, dazu Sekt mit Birnensaft. Natürlich faul vor dem Fernseher mit Remington Steele.
Was soll das schlechte Leben!

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14.03.2017, Angra do Heroismo

Das war zumindest kein schlechter erster Segeltag, obwohl ich 125 Sm benötigt habe, um ein ungeplantes Ziel zu erreichen, das eigentlich nur 65 Sm von Horta entfernt ist. Es ist aber wunderschön hier, und ich kann in Ruhe noch ein paar kleinere Mängel beseitigen. Vermutlich segle ich Freitag morgen weiter, mal schauen.
Übrigens war das Einlaufen bei Nacht schwieriger als erwartet, und der Empfangssteg vor dem Hafenmeisterbüro ist noch im Winterlager. Offensichtlich bin ich dieses Jahr der erste Gast!

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13.03.2017, erster Tag auf See

Man könnte sich fragen, was das für ein seltsamer Kurs ist, um auf die Kanaren zu kommen. Aber der Wind kommt aus Südost, und mehr war nicht drin, weil sich die Meeresströmung leider momentan in die gleiche Richtung bewegt.
Aber da vorne liegt zufällig Angra auf Terceira, also warum nicht mal wieder da hin!
Mehr morgen. Ich muss zwar bei Nacht einlaufen, aber das Schiff kennt den Weg schon!

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