14.09.2015, der Unimog ist auf dem Weg zur Werkstatt bzw. zum TÜV

Ich habe durchaus überlegt, den Unimog selbst (bei Nacht und Nebel) nach Horta zu fahren, ist ja nicht das erste mal, dass ich ohne Bremsen unterwegs bin. Im kleinsten Gang beträgt die Höchstgeschwindigkeit bei voller Drehzahl rund 6 km/h, und wenn man den Wagen mit Leerlaufdrehzahl rollen läßt, kann man problemlos unterwegs aussteigen und erst mal ein Bier trinken gehen. Wenn man wieder rauskommt, ist der Mog garantiert noch nicht weit gekommen.
Aber ich versuche ja momentan mal was komplett neues, nämlich ein wenig Vernunft walten zu lassen, daher der Abschleppwagen. Ich hatte dem Fahrer angeboten, aus eigener Kraft auf die absenkbare Ladefläche zu fahren, aber er wollte lieber winschen, was dazu führte, dass seine Winsch anfing zu qualmen. Mit Hilfe der Ladeflächen-Hydraulik hat er es dann aber doch geschafft.
Jetzt kommen in den nächsten Tagen neue Bremsleitungen, und dann besteht unser Schätzchen hoffentlich ohne Probleme den TÜV. Problem am Rande: der TÜV ist nur diese Woche noch da und dann erst wieder Ende Oktober. Ohne TÜV fahren finde ich aber weniger problematisch als ohne Bremsen!

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12.09.2015, wird es einen Orkan geben?

Eben habe ich wie üblich die Wettervorhersage angeschaut, ich nehme dafür u.a. Windguru.
Schaut euch mal die Zahlen für Dienstag an, da steht eindeutig eine 79 für die zu erwartenden Knoten Wind. Das wären fast 150 km/h Wind. Orkan beginnt bei 64 Knoten, das ist Windstärke 12 und darüber hinaus gibt es keine weiteren  Einteilungen.
Wollen wir mal hoffen, dass der Wetterbericht wie üblich für die Tonne ist, ähh, ich meine, nicht stimmt. Ansonsten hätten wir ein Problem, denn Wind in dieser Stärke kann unglaublich zerstörerisch sein.

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11.09.2015, good work, der Unimog läuft

Heute habe ich in sinnvoller Reihenfolge den Unimog wieder zusammen gebaut. Dies hat rund 6 Stunden gedauert. Dann den Sprit wieder in den Tank (leider 2 Jahre alt).
Und dann kam irgendwann der große Moment!
Hauptschalter an, Zündung an, Startknopf drücken, und siehe da, der Anlasser arbeitete perfekt, zog den Motor durch wie nie zuvor.
Beim dritten mal leiern fing der Motor an zu husten, beim vierten mal sprang er an!
Das erste mal seit über 15 Monaten. Der Motor selbst klang sauber und ruhig, aber man merkte, dass er mit dem uralten Sprit ein wenig Probleme hatte. Also bei den kommenden Fahrten in die Stadt reichlich neuen Sprit mitbringen, um den alten wieder nutzen zu können. Es waren nur noch 30 Liter drin, und 120 Liter passen rein, also werden wir bald ein besser zündfähiges Gemisch haben und parallel werde ich auch noch den Vergaser reinigen.
Ich bin sehr froh über den Stand der Dinge, ich hänge nämlich an diesem wundervollen Oldtimer. Jetzt kommen noch die neuen Bremsleitungen, dann TÜV, und dann mache ich wieder die Straßen Faials unsicher!

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09.09.2015, Unimog, weiter gehts


Wie man sieht, habe ich alle Rostlöcher an der Rückseite der Kabine beseitigt. Und zwar alles mit Bootsbau-Materialien. GFK, also glasfaser-verstärkter Kunststoff, ist ja sowohl leichter als auch stärker als Blech, so dass das nicht wirklich ein Problem ist.


Hier sieht man die Tanks und einige Kleinteile, die in wenigen Tagen wieder montiert sein werden.
Ich freue mich schon sehr darauf, den Unimog wieder fahren zu können, denn er ist wirklich ein tolles Auto.

 

P.S.: Wahrscheinlich macht es keinen Sinn, jeden Tag ein Foto vom Sonnenuntergang anzuhängen, aber heute tue ich es mal wieder.

 

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08.09.2015, bald läuft der Unimog wieder

Hier sieht man den neuen Anlasser, den ich heute eingebaut habe. Sieht erst mal ziemlich einfach aus, oder? Ist es aber nicht. Davor sitzten nämlich üblicherweise Teile der Abgasanlage, die ich zuvor ausbauen mußte. Das geht aber nicht, ohne das Fahrerhaus loszuschrauben und mit dem Wagenheber ein paar Zentimeter anzuheben.
Und das geht wiederum nicht, ohne vorher einige Verbindungen zu lösen, inclusive der Kühlwasserleitungen, diverser Bleche usw, usw.
Morgen kann ich dann beginnen, das Puzzle wieder zusammen zu setzen. Auspuff wieder dran, Kabine wieder drauf, Batterien wieder einbauen, Tanks wieder einbauen, Kühlwasserkreislauf wieder anschließen und befüllen. Eine Werkstatt, die mir die durchgerosteten Bremsleitungen erneuert, habe ich gefunden. Dann muss ich nur entscheiden, ob ich den Unimog ohne Bremsen selbst dahin fahre (20 km), also quasi wie einen Traktor im kleinen Gang, oder ob ich einen Abschleppwagen rufe. Es gibt davon 2 auf der Insel, die sicherlich auch unser kleines 3-Tonnen Cabrio schaffen werden. Wir werden sehen.

Nachtrag: aktueller Blick von unserer Terasse

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06.09.2015, Party in Varadouro Teil 2

Fest von Varadouro 2015

Heute waren wir, wie schon angekündigt, im Zentrum des Geschehens in Varadouro. Natürlich ist es ein relativ kleines Zentrum, aber wir haben alles sehr genossen. Sowohl die Zufuhr von Flüssigkeiten und Nahrungsmitteln als auch die Stimmung und den Kontakt mit einheimischen Freunden und neue Bekanntschaften.
Außerdem haben wir entschieden, dass wir in Zukunft beim Chamarita-tanzen dabei sein wollen, was speziell für mich eine Herausforderung weit jenseits der Konstruktion eines Hauses bedeutet, aber für meine Herzdame mache ich das natürlich gerne!

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05.09.2015, das Fest von Varadouro, Teil 1

Fest von Varadouro 2015

Seit Dienstag ist in Varadouro Party, und heute waren wir da, um die Regatta der antiken Walfangboote zu sehen. Diese Boote haben große Ähnlichkeit mit den Wikinger-Drachenbooten, nur die Besegelung ist sehr viel moderner.
Das Wetter war bewölkt und schwach windig, aber sehr warm und schwül. Die Stimmung war fantastisch, und wir haben es sehr genossen, obwohl wir uns abseits des eigentlichen Veranstaltungs-Geländes aufhielten.
Morgen wollen wir noch einmal hin, dann halt die Fressbüdchen abklappern und den Chamarita genießen.

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29.08.2015, netter Samstag

Heute morgen sind wir erst mal mit dem geliehenen Auto nach Horta einkaufen gefahren, danach habe ich dann noch ca. 6 Stunden am Unimog gearbeitet, und dann begann der gemütliche Teil des Tages.
Wie man sich vorstellen kann, verbringen wir relativ viel Zeit draußen, und nutzen dabei auch sehr gerne unsere Außenküche. Das Grillen und Abendessen im Sonnenuntergang war wieder einmal ein Genuß!

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28.08.2015, Land Rover hat technische Probleme

Heute morgen wollten wir eigentlich wie üblich in die Stadt fahren, um einzukaufen, aber der Landy hatte auf einmal Kupplungsprobleme. Genauer gesagt ein Problem in der Kupplungs-Hydraulik.
Also habe ich einen unserer einheimischen Nachbarn angemailt, ob er mir einen Mechaniker für die Reparatur empfehlen kann.
Das konnte er natürlich, parallel hat er unser Problem auch mit anderen einheimischen Nachbarn diskutiert, worauf hin wir von einem hiesigen Bauunternehmen das Angebot bekamen, jederzeit dort vor Ort kostenlos sowohl die Hebebühne als auch das Werkzeug als auch den Mechaniker nutzen zu können.  Super, oder?
Es fehlt aber noch das I-Tüpfelchen: wieder andere Nachbarn brachten uns ihr Auto vorbei, siehe Foto, das wir für bis zu 3 Wochen nutzen können.
Jetzt sagt selbst, ist das nicht absolut großartig?
Wir sind im Zuge unserer Auswanderung oft gefragt worden, ob es uns nicht schwer fällt, Deutschland den Rücken zu kehren. Jetzt, angesichts unserer Erfahrungen hier und der täglichen Berichterstattung über rechtsradikale fremdenfeindliche Ausschreitungen in Deutschland fällt die Antwort besonders leicht: keine Sekunde!

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27.08.2015, Sommer vorbei?

Heute war wieder ein absolut typischer Tag. Nach einer guten und nur 21 Grad warmen Nacht sind wir gegen 9 Uhr bei gutem Wetter zu einem Spaziergang zu Maria (Cafe, Kneipe, Lädchen hier bei uns im Dorf, ca. 2,5 km entfernt) aufgebrochen. Hierbei trafen wir diverse Nachbarn und Freunde, wurden eingeladen und sprachen Einladungen aus. Auf dem Weg kehrten wir noch bei unserer Gemeindeverwaltung ein, um Brigitte vorzustellen. Es war wie immer sehr nett, Vorstellung mit Vornamen und das Angebot, uns mit allen denkbaren Problemen gerne an die Gemeinde zu wenden, uns würde geholfen.
Bei der aktuellen Situation der potentiellen Neudeutschen (Asylbewerber) in Deutschland, speziell im Bereich der offensichtlich vollkommen stumpfsinnigen rechtsorientierten Menschen in Sachsen, für die ich mich mehr schäme, als ich jemals beschreiben kann, ist es ein tolles Erlebnis, in einem sehr viel ärmeren Land willkommen geheißen zu werden.
Mir kam in diesem Zusammenhang spontan eine Idee: wie wäre es, wenn wir einfach diese ausländerfeindlichen, stupiden, kriminellen Arsc…….. ausweisen würden, und zwar am Besten genau in die Kriegsgebiete, aus denen diese armen Flüchtlinge kommen. Dann würde womöglich sogar ein Lerneffekt eintreten, aber mangels Hirn vermutlich doch nicht.
Entschuldigt, das war jetzt eigentlich kein Thema des Blogs, aber leider habe ich momentan beim Ansehen der Nachrichten immer öfter den spontanen Drang, mich zu übergeben.
Weiter im Text:
Beim Einkauf bei Maria kam ein deutlich höherer Betrag heraus, als ich bargeldtechnisch abdecken konnte, aber Marias Tochter Martha, die an der Kasse saß, meinte: „kein Problem, ich habe noch etliche Teller, die gespült werden müssen“.
Man sieht, wir sind hier sehr gut eingebunden.
Danach zurück nach Hause, um Essen zu kochen, u.a. für unseren Freund und Schreiner Harry, der gerade in Capelo tätig ist und dem eine der Einladungen galt.
Er kam zur rechten Zeit und wir haben die gemeinsame Mittagspause genossen. Danach kam dann irgendwann die Regenfront, aber der Boden braucht dringend Wasser, und es ist und bleibt wunderbar warm.
Eine gute Gelegenheit, uns auf die Grillparty vorzubereiten, zu der wir während unseres Spaziergangs eingeladen wurden. Jetzt ist alles bereit, und wir sind dann mal weg!

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